Unabhängige Versicherungsberatung in Kaarst | Ihr Vorteil: Transparente Honorarberatung
Kind spielt im Freien, Versicherungsschutz fuer Kinder und Familien

Welche Versicherungen brauchen Kinder wirklich?

Was wirklich notwendig ist, was der Staat nicht abdeckt und welche Policen man getrost weglassen kann.

Wussten Sie, dass die gesetzliche Unfallversicherung bei Kindern nur fuer ein knappes Viertel aller Unfaelle einspringt? Das ueberrascht viele Eltern. Diese Zahl veraendert aber, wie man das Thema Kinderversicherungen betrachtet: Was ist wirklich notwendig, und was kostet in erster Linie Geld?

Die zwei Versicherungen, die Experten empfehlen

Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft und Barmenia Gothaer zaehlen zwei Versicherungen zur wirklich wichtigen Absicherung fuer Kinder: die private Haftpflichtversicherung und die Kinderunfallversicherung. Die Haftpflicht gilt dabei generell als eine der wichtigsten Versicherungen ueberhaupt. Die Unfallversicherung erganzt, was der staatliche Schutz nicht leistet.

Beide zusammen decken den Grossteil der realen Risiken ab. Was darueber hinausgeht, haengt von den konkreten Umstaenden der Familie ab. Wer unsicher ist, welche Policen tatsaechlich sinnvoll sind, findet in unserer Uebersicht zur Haftpflichtabsicherung einen guten Einstieg.

Kinder in der elterlichen Haftpflichtversicherung

Kinder sind nach Angaben von dieversicherer.de in der Regel ueber die Haftpflichtversicherung der Eltern mitversichert, solange sie minderjaehrig sind. Voraussetzung ist, dass die Eltern eine Familienversicherung abgeschlossen haben, die Kinder ausdruecklich einschliesst.

Beschadigt ein Kind das Fahrrad des Nachbarn oder wirft versehentlich einen Ball durch eine Fensterscheibe, springt die elterliche Police ein. Ohne diese Absicherung haetten Eltern fuer solche Schaeden aus eigener Tasche aufzukommen. Je nach Schadenshoehe kann das empfindlich teuer werden.

Dieser Schutz endet laut derselben Quelle, wenn das Kind heiratet. Bis zu diesem Zeitpunkt laeuft alles ueber die Eltern. Wer spaeter auszieht und heiratet, braucht dann eine eigene Police, und das passiert oefter unbemerkt als gedacht.

Pruefpunkt fuer Eltern

Sobald ein Kind den elterlichen Haushalt verlaesst oder heiratet, ist eine eigene Haftpflichtpolice notwendig. Diese Luecke entsteht ueberraschend haeufig, wenn Kinder ausziehen und Eltern davon ausgehen, der Schutz laufe weiter.

Was die gesetzliche Unfallversicherung leistet und was nicht

Kinder sind ueber die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert, aber nur in einem klar begrenzten Rahmen. Laut Barmenia Gothaer greift der Schutz bei Unfaellen in Schulen, Kindertagesstaetten sowie auf dem Weg dorthin. Dort bietet er sogar bessere Leistungen als die Krankenkasse.

Das Problem liegt anderswo. Die meisten Kinderunfaelle passieren zu Hause oder beim Sport in der Freizeit. Dort greift der gesetzliche Schutz nicht. Insgesamt fallen laut derselben Quelle nur knapp ein Viertel aller Ereignisse in den Geltungsbereich der gesetzlichen Unfallversicherung. Das heisst: Bei drei von vier Unfaellen gibt es keinen staatlichen Unfallschutz. Das ist der eigentliche Grund fuer die private Kinderunfallversicherung.

Private Kinderunfallversicherung: der Fall fuer eine eigene Police

Eine private Kinderunfallversicherung deckt genau diese Luecke ab. Laut DEVK und Barmenia Gothaer reichen die gesetzlichen Leistungen nicht aus, wenn ein Unfall schwerwiegende und dauerhafte Folgen hinterlaesst. Die private Police springt dort ein.

Im Schadensfall kann sie zum Beispiel den behindertengerechten Umbau der Wohnung finanzieren oder eine lebenslange Unfallrente leisten. Beides sind Szenarien, bei denen staatliche Leistungen nicht einspringen.

Wie gross das Risiko eingeschaetzt wird, haengt vom Alltag des Kindes ab. Wer viel Sport treibt, klettern geht oder taeglich mit dem Rad unterwegs ist, hat andere Voraussetzungen als jemand mit ruhigerer Freizeitgestaltung. Eltern, die grundsaetzlich pruefen moechten, welche Policen wirklich notwendig sind, finden in unserem Artikel zu unnötigen Versicherungen hilfreiche Orientierung.

Krankenzusatzversicherung: nur bei konkretem Bedarf

Kinder gesetzlich versicherter Eltern sind ueber die Familienversicherung der Krankenkasse mitversichert. Trotzdem gibt es Leistungsluecken bei bestimmten Vorsorge- oder Behandlungsangeboten. Laut Signal Iduna kann sich eine Kinder-Krankenzusatzversicherung fuer Eltern lohnen, die ihr Kind nicht privat versichern koennen. Sie uebernimmt dann Kosten fuer bestimmte Vorsorgeuntersuchungen wie Audiocheck oder Schielvorsorge sowie fuer Naturheilverfahren wie Osteopathie.

Fuer Kinder privat versicherter Eltern ist diese Frage meist weniger relevant, da die PKV diese Leistungen in der Regel bereits einschliesst. Bei gesetzlich versicherten Eltern mit Interesse an solchen Leistungen kann die Zusatzpolice aber durchaus Sinn ergeben.

Gibt es eine Pflichtversicherung fuer Kinder?

Laut versicherungenmitkopf.de gibt es fuer Kinder genau eine Pflichtversicherung. Alle anderen Policen sind freiwillig und muessen individuell abgewogen werden. Die gesetzliche Krankenversicherung laeuft in Deutschland fuer Kinder in der Regel automatisch ueber die Eltern, was den obligatorischen Grundschutz sicherstellt.

Alles, was ueber diese Pflichtversicherung hinausgeht, ist eine freiwillige Entscheidung. Wer sie nicht trifft, trifft trotzdem eine, naemlich die, mit Luecken zu leben. Wer dabei den Ueberblick behalten moechte, findet in den grundlegenden Versicherungsbausteinen fuer Privathaushalte eine gute Orientierung.

Einschaetzung

Das Thema Kinderversicherungen ist weniger unuebersichtlich, als es manchmal wirkt. Zwei Policen decken das Wesentliche: eine Familienhaftpflicht, die Kinder ausdruecklich einschliesst, und eine private Kinderunfallversicherung fuer Freizeitrisiken. Alles andere verdient genaue Pruefung, bevor es unterschrieben wird, und nicht schon allein deshalb, weil es angeboten wird.

Unabhaengige Beratung gewuenscht?

Ein Honorarberater prueft, welche Versicherungen Ihre Kinder wirklich benoetigen, und zeigt, wo Sie sparen koennen, ohne auf wichtigen Schutz zu verzichten.

Beratungstermin vereinbaren

Quellen